Karl Marx is the enemy
August 28th, 2008
Karl Marx, who was equally dogmatic regarding such questions, said that even raising such questions was a waste of time. They were, he said, “abstract.”And then he told his inquirer to shut up. “Socialist man,” he famously declared, “does not ask such questions.” That is probably true. Socialist man does not wonder about where it all came from.
The problem, however, is that some people find raising the question, even if they don’t know the answer, a meaningful act. They are going to wonder about such things whether Marx or Christopher Hitchens approves.
Jesus im Waschbecken
August 28th, 2008
Der Deutsche Staat fördert Gotteslästerungen
August 28th, 2008
Deshalb sieht sich die christliche Organisation “Kinder in Gefahr” dazu berufen einen Appell mit folgendem Wortlaut an Bundespräsident Köhler zu schicken:
“Mit finanzieller Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Italien hat die Tanzgruppe „Compagnie Felix Ruckert“ das Tanzstück „Messiah Game“, das die schlimmsten Blasphemien zeigt, in der Tanzbien-nale Venedig aufgeführt: Das Stück präsentiert fünf Szenen aus dem Neuen Testa-ment als sadomasochistische Übungen. Die Tänzer sind oft nackt und berühren sich in obszöner Art und Weise. Das führte in Italien zu wütenden Protesten, inklusive vom Ortsbischof, Kardinal Angelo Scola.
Es ist ein unglaublicher Skandal, daß man in dieser schändlichen Art und Weise das Christentum beleidigt und das Ansehen Deutschlands in diesem Maße ruiniert.
Diese Angelegenheit ist einfach ein Wahnsinn. Deshalb bitte ich Sie, sich in der Öffentlichkeit für folgende Ziele einzusetzen und gesetzgeberische Maßnahmen anzustoßen:
* Absoluter Schutz christlicher Symbole vor Blasphemie durch eine Reform des
§ 166 StGB: Die religiösen Empfindungen sollen respektiert, die Religionsbe-schimpfung soll verboten werden.* Verbot und insbesondere keine staatliche Finanzierung von Gruppen, die Blasphemien wie „Messiah Game“ produzieren.
Die “Aktion Kinder in Gefahr“, mit ihrem Vorsitzenden Benno Hofschulte, ist ein von einem Kreis katholischer Laien gegründeter Verein, dessen Gemeinnützigkeit nicht anerkannt ist. Die Aktion verbreitet neben Blasphemievorwürfen auch homophobe Botschaften über Youtube:
und fordert das Verbot der Jugendzeitschrift BRAVO.
Menschen denken, sie könnten mit ihrer Religion diese Dinge entschuldigen. Das können sie aber nicht
August 28th, 2008
In Ihrem normalen Leben sind Sie also nicht religiös?
Überhaupt nicht. Ich bin Agnostiker oder noch etwas Stärkeres. Religion halte ich für sehr gefährlich. Ich kann zwar verstehen, dass Menschen etwas brauchen, um sich festzuhalten, aber Religion ist nicht das Richtige. Je mehr ich gereist bin und je mehr Religionen ich kennen lernte, desto gefährlicher erschienen sie mir. Der Buddhismus ist noch die ruhigste und logischste von allen. Aber auch da gibt es Korruption, Gewalt, Missbrauch an Frauen und Kindern. Menschen denken, sie könnten mit ihrer Religion diese Dinge entschuldigen. Das können sie aber nicht.
Der Krimiautor Colin Cotterill im Stern Interview
Leszek Kolakowski - »Falls es keinen Gott gibt - Die Gottesfrage zwischen Skepsis und Glaube«
August 28th, 2008
In seinem Beitrag zur Debatte um Richard Dawkins’ »Der Gotteswahn« bringt der polnische Philosoph und Historiker wissenschaftliche Rationalität und ethisches Denken in einen faszinierenden und spannenden Dialog.
Was sind die ethischen Konsequenzen einer rein materiellen und materialistischen Weltsicht? Leszek Kolakowski hält das Gespräch zwischen Skeptikern und Gläubigen offen und lädt ein, die wichtigen Fragen heutigen Denkens und heutiger Praxis neu zu sehen: »Die Frage, was für uns wirklich oder unwirklich ist, entscheidet sich im praktischen und nicht im philosophischen Engagement; das Wirkliche ist, wonach die Menschen sich wirklich sehnen.« Leszek Kolakowski (81) ist polnischer Philosoph, Historiker der Philosophie und Publizist.
ad hominem
August 25th, 2008
Gotteswahn ist offenbar kulturell bedingt
August 25th, 2008
In einer Ost-West-Vergleichsstudie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum fand man heraus, dass etwa 30% der Schizophrenen in Westdeutschland (Regensburg) unter einem religiösen Wahn litten, während dies in Ostberlin nur etwa 10% waren. Die Autoren schlußfolgern, dass
Das würde bedeuten, dass es offenbar keine genetische Veranlagung für Gotteswahn gibt. Die Antezedenzien des Problems wären also z.T. durch Aufklärung und Bildung lösbar.
Lieber Herr Dr. Blume,
August 24th, 2008
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort auf meine nicht weniger langen Ausführungen, die mit einem lächerlichen Zitat Ihrerseits begannen.
Sie hatten in Ihrem Ursprungspost einen Rabbi angeführt, der meinte, wenn man “G-tt” (hübsch auch dieser bigotte Versuch der Vermeidung jeder Benennung) nur anbeten wolle, wenn man ihn mit seinen Sinnen wahrnehmen könne, dann käme dies der Anbetung eines Götzen gleich.
Es ist natürlich offensichtlich, dass das Unsinn ist. Ob ich meine Frau, die tatsächlich existiert, oder ein Bildnis irgendeiner Frau anbete, ist ein unübersehbarer Unterschied. Und jeder vernünftige Mensch würde von mir z.B. Beweise dafür verlangen, dass seine Frau von mir schwanger ist, er selbst Krebs im Endstadium hat und 2.000.000 $ Schulden.
BEWEISE.
Warum werden keine Beweise für so weitreichende Dinge, wie bestimmte Grundlagen moralisch-ethischer Entscheidungen gefordert? Warum werden keine Beweise für die Nützlichkeit der Ausgabe von Millionen von Steuergeldern für die Besoldung von Kirchenpersonal gesucht? Warum keine Beweise für die Grundlagen des staatlichen Religionsunterrichts?
Und wie ist das übrigens mit den 100 Euro, die Sie mir schulden?
Sie sehen, ich spreche Sie nicht nur als Religionswissenschaftler an, sondern auch als gläubigen Menschen, der Sie ja offenbar sind. Sie sind ein verbindlicher, eloquenter, gebildeter und engagierter Vertreter Ihrer Weltanschauung, die Sie mit Milliarden anderen teilen. Und deshalb sind Sie ein geeigneter Gegenüber.
Denn ich führe diesen Dialog – ja Dialog – weil ich verstehen will, wie man angesichts solcher Verbrechen wie religiös bedingtem Terrorismus und Bürgerkrieg (heute z.B. 11. September, Irak, Afghanistan, Israel, Nordirland, Kosovo, Tschetschenien, Sri Lanka, Pakistan, Nigeria, Saudi-Arabien, Jemen; früher z.B. : Hugenottenkrieg, Achtzigjähriger Krieg, Englischer Bürgerkrieg, Dreißigjähriger Krieg usw.), Inquisition; Hexenverfolgung; Judenpogrome; Massenvernichtung von Ureinwohnern; Kreuzzüge; Sekten; Gehirnwäsche; Frauendiskriminierung; Mißbrauch von Abhängigen; Exorzismus; Ermordung von Abtreibungsärzten; gewaltsame Missionierung; Quacksalberei; Diskriminierung Anders- oder Nichtgläubiger; Einschränkung von Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit; Antiwissenschaftlichkeit; Psychische Störungen durch Glaube an angeborene Sünden, Hölle und ewige Verdammnis, Engel und Geister; Gesundheitsschäden durch Mangelernährung, religiös bedingte Diäten, Verweigerung medizinischer Betreuung, Selbstverstümmelung und angebliche Geist- oder Wunderheilung; Schwulenhass, Steinigung; Beschneidung der Geschlechtsteile männlicher und weiblicher Kinder; Massenselbstmorde; Giftgasattentate; Staatliche Indoktrination; Feudalismus, Bestrafung von “Gotteslästerung”, “Sakrilegen” und “Blasphemie” und der massive Einflussnahme religiöser Fundamentalisten in Staat und Gesellschaft – wie man also angesichts solcher Dinge, noch ernsthaft einer Gemeinschaft angehören will, die so etwas propagiert.
Sie wären potentiell dazu in der Lage, zu erklären, warum der Glaube an übernatürliche Wesen in unserem Staat eine Sonderstellung einnehmen darf. Warum Kindern in der Schule erzählt wird, dass es Wunder und Engel gibt. Und warum wir uns vor religiös bedingtem Wahn fürchten müssen.
Außerdem sind Sie publizistisch tätig. Weil auch Sie verstehen wollen, was das mit der Religion eigentlich soll. Und Sie haben ein Ziel. Sie wollen zeigen, dass Religiosität eine nützliche(!), wenn nicht sogar gute Komponente menschlicher Gesellschaften ist.
Sie gehen sogar so weit, zeigen zu wollen, dass Religiosität ein Evolutionsvorteil ist, dass Atheismus also im Prinzip Stück für Stück ausgemendelt wird.
Ach nein, soweit würden Sie wahrscheinlich gar nicht gehen wollen. Sie sind schließlich Wissenschaftler.
Aber gerade als Wissenschaftler sollten Sie ja verstehen, dass ein Phänomen wie Religiosität viel zu komplex ist, als dass man hier einen Evolutionsvor- oder Nachteil ausmachen könnte.
Allein die Schwierigkeit Religiosität oder den Glauben an einen „Gott“ zu definieren ist schon sehr, sehr schwer. Und da wollen Sie zeigen, dass Religiosität vererbt wird?
Und wie ist das mit der ehemaligen DDR? Hier behaupten 70% der Einwohner nicht an einen Gott zu glauben. Wenn der Glaube an Übernatürliches vererbt wird, wo ist der Glaube hin?
Sie sind zahlendes Mitglied einer Gemeinschaft mit einer Mission: Beweise für die Richtigkeit des eigenen Tuns zu finden. Auch wenn man dafür Kröten schlucken muss, wie die, dass der ganze Kreuzigungshokuspokus völlig überflüssig war.
Keine Schöpfung, keine Sünde, kein Opfer, keine “Erlösung”.
Vorausgesetzt man versteht die Bibel wörtlich, was Sie als aufgeklärter Christ natürlich nicht tun. Für Sie ist die Bibel wahrscheinlich von vorn bis hinten metaphorisch zu verstehen. Die Schöpfung - metaphorisch, Adam und Eva - metaphorisch, Sintflut, Kain und Abel, Stammbäume und Kriegszüge, Gesetze und Regeln, Jesus’ Kreuzigung, Auferstehung, Himmelfahrt - metaphorisch, Jesus’ Gleichnisse metaphorische Metaphern, Genozid, Atheistenhass, Gewalt- und Autoritätsverherrlichung in der Bibel - alles nur metaphorisch.
Da es keine Beweise für die Richtigkeit irgendeiner willkürlichen Deutung dieser angeblich heiligen Schrift gibt, gibt es auch Millionen von Interpretationen, die zu Hass, Gewalt, Mord ja sogar Weltuntergang aufrufen. Ja, genau. Aufrufen. Zum expliziten Herstellen des Weltuntergangs. Wenn man glaubt, dass die Zeit gekommen ist, kann man ja ein bisschen nachhelfen.
Wenn Sie denken, dass Leute, die vom Weltuntergang faseln in der Minderheit sind, dann werfen Sie einen Blick in die evangelikalen Megakirchen der USA. In denen wird der Hass auf den Islam und den Atheismus gepredigt. Wird darüber fabuliert, dass man sich für den Endkampf rüsten muss …
Aber wir schweifen ab. Wir waren ja bei all dem Bösen, das der Atheismus über die Welt gebracht hat. Da unser Dialog schon ein wenig ausufert, will ich ihn zur besseren Lesbarkeit ein wenig systematisieren. Damit auch der geneigte Mitleser den Überblick nicht verliert. Streifen wir doch ganz wesentliche Bereiche des Streits um die zerstörerische Wirkung der Religion.
Und da es so viele unterschiedliche Fragen sind, die wir aufgeworfen haben, möchte ich auch nicht gleich alle auf einmal bearbeiten, sondern mir Tag für Tag eine andere vornehmen.
Die Themen sind also:
1. Ist der Atheismus eine komplexe Weltanschauung, also eine Quasireligion?
2. Sind religiöse Menschen in kommunistischen Regimen ihrer Religion wegen verfolgt worden oder weil sie politisch anderer Ansicht waren.
3. Ist Religionskritik gefährlicher und angsteinflößender als die Verfolgung politisch andersdenkender als „Beiprodukte“ kommunistischer Diktatur?
4. War der Atheismus je Legitimation von Diktatur?
5. Gibt es einen Unterschied zwischen staatlich gelenkten Repressionen gegen Andersdenkende (also von Oben nach Unten) und Todesdrohungen von Privatleuten (also Unten nach Oben)?
6. Ist Atheismus missionarisch?
7. Ist Religion so etwas wie Musik? Hat Musik soviel Opfer zu beklagen wie die Religion.
8. Würde ein weltweit geltender Atheismus und Naturalismus bedeuten, dass es keine moralischen Grenzen und Werte gibt?
9. Ist der Glaube an eine übernatürliche Person wie einen Gott ein Garant für moralisch richtiges Tun?
10. Ist der „Evolutionserfolg“ auf Seiten der Religiösen? Oder ist Religiosität ein hochkomplexes Phänomen psycho-sozialer Provenienz, dass sich hervorragend ohne die objektiv-reale Existenz von Übernatürlichem erklären läßt.
11. Was ist der Unterschied zwischen dem Konzept der Menschenwürde und dem Konzept übernatürlicher Wesen? Oder, was ist der Unterschied zwischen einer sozialen Konvention und einem Wunder?
Ich werde also in den nächsten Wochen versuchen, diese Fragen zu bearbeiten. Ich werde nicht immer Zeit finden und sicher auch oft die Lust verlieren – oder dieses Projekt möglicherweise ganz abbrechen. Aber ich will es wenigstens versuchen.
So möchte ich denn Ihr Kompliment zurückgeben und mich zunächst verabschieden.
Sie hören von mir.
Und vergessen Sie bitte meine 100 Euro nicht!
Faith Healing
August 24th, 2008
Das ist Wahnsinn
August 23rd, 2008
Wenn es zu der Sache religiösen Wahnsinns kommt, stellt man sich oft die Frage, gehts eigentlich noch verrückter? Warum sind diese Leute eigentlich noch nicht in stationär psychiatrischer Behandlung? Wer nimmt so etwas schon wirklich ernst? Das kann einfach nicht wahr sein. Sowas glaubt doch kein Mensch.
Leider nein. 18.000 Mitglieder der Cornerstone Church im texanischen San Antonio glauben den Worten eines der einflussreichsten Evangelikalen in den USA.
John Hagee hat 2005 ein Buch veröffentlicht, in dem er beschreibt, wie in einer nicht allzu fernen Zukunft Israel von Russland und den muslimischen Ländern angegriffen wird. In diesem Krieg kämpft u.a. auch das Oberhaupt der Europäischen Union als Antichrist gegen Truppen der Briten und der Amerikaner, wonach Jesus auf die Erde zurückkehrt sein ewiges Königreich in Jerusalem errichtet.
600.000 Menschen haben dieses Buch bereits gekauft.
Hagee befürwortet die Todesstrafe, die er auf seiner Website eindeutig verteidigt. Das christliche Gebot “Du sollst nicht töten!” steht für ihn nicht in Widerspruch zu seinen politischen Ansichten. Die Bibel fordere im Alten Testament mehrfach die Todesstrafe für verschiedene Vergehen. Außerdem, so Hagee, müsse man das Gebot mit “Du sollst nicht morden!” übersetzen. Die Todesstrafe sei als Tötung und nicht als Mord zu verstehen, da sie nicht aus einer böswillige Absicht heraus verhängt wird.
Hagee ist der Ansicht, dass der Hurrikan Katrina eine Strafe Gottes für homosexuelle Ausschweifungen in New Orleans war. Und John McCain der republikanische Präsidentschaftskandidat, sagte bei einer gemeinsamen Veranstaltung, dass er stolz sei, die Unterstützung John Hagees genießen zu dürfen.
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